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Illustration zum Diplom
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Diplomsemester //
Prof. M. Šik
Frühlingssemester 2008

HEIRATEN IN ZÜRICH - Multikonfessioneller Hochzeitssaal

Das Projekt tritt auf der Sonnenbergterrasse nur in Form eines Daches in Er­scheinung, um die einzig­artige Aussicht auf Zürich nicht zu beein­trächtigen. Von hier entwickelt sich das Volumen um zwei Abknick­ungen entlang dem Hang abwärts und findet seinen Abschluss mitten in den Reben, wo sich der Hoch­szeits­saal befindet. Die Rebstöcke dienen hier als Filterschicht zur Aussen­welt und verleihen dem Saal eine geschützte, introvertierte Atmos­phäre.

In seiner räumlichen Entwicklung nach unten widerspiegelt das Gebäude den Ablauf einer Hochzeit und bildet so einen inneren Parcours. Die Haupträume entwickeln über zwei Treppen entlang einer begleitenden Rück­wand, welche als raum­shaltige Struktur Neben­räume und Nischen zur Aufbewahrung von Requi­siten aufnimmt. Um den Ansprüchen eines multi­konfessionellen Ortes zum Heiraten gerecht zu werden, erlaubt die Raum­organisation verschie­denste Abläufe und Zeremonien.

Begleitet wird der Ablauf der Hochzeit vom charak­ter­is­tischen Dach, welches in der äusseren Erscheinung als kraft­volles Bauteil ablesbar ist. Im Innern wirkt die Dachstruktur überraschend aufgelöst und vielgestal­tig. Konstruiert ist das Dach als plastische Kassettenstruktur mit gegen oben schräg zu­laufenden Kassetten; diese sind gegen oben hin zum Teil geschlossen, teilweise aber auch geöffnet. Je nach Grad der Öffnung entstehen spezifische Lichtstim­mungen für die einzelnen Räume.

Die roh geschalte Beton­decke kontrastiert mit den edlen Materialien, welche zur Verkleidung verwendet werden (Tra­vertin, Nussbaum­holz). Das wichtigste Ver­edelungs­material sind Textilien, welche mit Hilfe eines Vorhang­systems die Räume je nach Bedarf unterteilen und durch die Vielfalt an Stoffen verschiedenste Stimmung erzeugen können.
 
Layout als PDF (8.8 MB)